Für mehr Diversität im E-Sport: Telekom startet Equal eSports Initiative

Für mehr Diversität im E-Sport, will sich der Telekommunikationsanbieter in Zukunft einsetzen. Ende September stellte das Unternehmen die Equal eSports Initiative vor. Ziel ist es besonders Frauen in Spitzenligen zu fördern und zeitgleich jungen Athletinnen eine bessere Unterstützung gegen Ausgrenzung und Diskriminierung zu bieten.

Die Deutsche Telekom ist als langjähriger Unterstützer und Förderer der E-Sport-Szene ein bekanntes Gesicht. Bereits 2019 kaufte der Telekommunikationsanbieter Anteile der E-Sport-Organisation SKGaming. Zusammen mit der deutschen eSport-Förderung, esport player foundation, will man sich nun verstärkt für Frauenrechte in der E-Sport-Szene einsetzen. Besonders im Spitzensport, will man Frauen unterstützen und darüber hinaus eine wirksame Kampagne gegen Ausgrenzung und Diskriminierung initiieren.

“Über die Hälfte der Deutschen spielt Computer- und Videospiele. Davon sind 48 Prozent Frauen. Laut Schätzungen sind allerdings weniger als 5 Prozent der eSports-Profis weiblich. Die Deutsche Telekom möchte das ändern.” – Telekom-Pressesprecher René Bresgen, am 30.09.2021, auf Telekom.com.

Dabei zielt die Kampagne auf mehr, als “nur” Frauenrechte ab. Mit der neuen Initiative erhofft man sich zentrale Themen wie Diversität, Inklusion und digitale Bildung nachhaltig zu stärken. Konkret sieht die Kampagne im Moment einen Vier-Punkte-Plan vor.

Ein Vier-Punkte-Plan für mehr Diversität

Als erste, große Maßnahme soll eine Profi-Frauenmannschaft für League Of Legends ins Leben gerufen werden. Das Team soll professionell trainiert werden und sich als rein weibliche Mannschaft in internationalen Wettbewerben beweisen.

Dazu soll als zweite Maßnahme ein entsprechendes Förderprogramm für junge Frauen entstehen, um den Spitzen-E-Sport auch nachhaltig zu fördern. Mit dem Female Player Program soll zudem E-Sport als Karrieremöglichkeit etwa auch in Schulen beworben werden.

Als Kontrollinstrument soll ein Gremium aus den weiblichen Top-13-Spielerinnen entstehen. Dem Equal eSport Council wohnen Persönlichkeiten wie Melly, Miss Rage, Anna Baumann oder Kristin Banse bei. Mit starken, weiblichen Führungspersönlichkeiten aus anderen Wirtschaftsbereichen soll die Equal eSports Initiative in Zukunft vorangetrieben werden.

Die letzte Maßnahme richtet sich besonders auch auf die Eltern und Schulen, sowie die Ausbildungsstätten in Deutschland. Mit Workshops soll so die Sichtbarkeit und Akzeptanz des E-Sports steigen.

Reaktionen fallen positiv aus

Noch ist es zu früh, eine Bilanz unter die Kampagne zu ziehen. Die Reaktionen fallen jedoch vorerst positiv aus. League-of-Legends-Trainerin, Lea Fritzen und E-Sport-Referentin, Jana Möglich, empfinden die Zusammenarbeit der Telekom und den E-Sport-Organisationen als eine positive Entwicklung. In einem Interview mit dem Sportmagazin ran bekräftigen beide Frauen die Notwendigkeit solcher Maßnahmen, Frauen im E-Sport mehr zu fördern. 

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