Cem Bölükbaşı (c) Formel 1

Vom Sim-Rig ins Cockpit: eSportler schafft es in die Formel 2

Viele träumen davon, Cem Bölükbaşı hat es geschafft: Dem 23 Jahre alten eSport-Athleten gelingt der Sprung vom Sim-Rig ins Formel 2-Cockpit. Für die Saison 2022 fährt der türkische Rennsportler einen Boliden von Charouz Racing System.

Cem Bölükbaşı hat damit etwas Außergewöhnliches geschafft. Er ist dabei nicht nur der erste eSport-Athlet, der von der virtuellen Rennstrecke in die zweihöchste Formel-Klasse wechselt. Er ist dabei auch der erste türkische Pilot, der in dieser Nachwuchsrennserie auf Punktejagt geht. Der letzte, türkische Fahrer, der auf Formel 2-Niveau fuhr, war Jason Tahincioğlu. Er bestritt 2007 punktlos die Vorgängerserie GP2.

Seit 2015 im eSport unterwegs und doch immer wieder auf der Strecke

Bölükbaşı hat seinen Erfolg jedoch nicht nur allein im Simracing geschmiedet. Bereits im Alter von 5 Jahren absolvierte er erste Runden in der türkischen Motorcross-Szene und wechselte schon mit neun Jahren in den Kart-Sport. Seit 2015 ist er im eSport aktiv und bestritt seit 2017 für Toro Rosse/Alphatauri die F1 eSports Series. 2019 schaffte der damals 21-jährige abermals den Sprung in ein echtes Cockpit bei den GT4 European Series. Ein Jahr später feierte er nicht nur seine dortige Vizemeisterschaft, sondern gewann 2020 auch im eSport die Formula Renault Esport Series. Diese Erfolge brachten ihm 2021 ein Formel 3 – Cockpit, in dem er durch seine konstante Punktesicherheit überzeugte. Nach nur einem Jahr verpflichtet der tschechische Rennstall, Charouz Racing System, den nun 23-Jährigen als Piloten.

Cem Bölükbaşı ist nach seiner Berufung in die Formel 2 geehrt

“Ich hatte noch keine Zeit, das sacken zu lassen. […] Wenn ich nie bei F1 Esports gewesen wäre, hätte ich auch nie die Chance gehabt, in ein echtes Auto zu steigen. Ich wäre nicht da, wo ich jetzt bin. Ich denke, es ist sehr wichtig, der erste Spieler zu sein, der dies tut, weil es den Menschen Hoffnung geben kann”,  sagt Bölükbaşı hinsichtlich seines Formel 2-Debuts.

Teambesitzer Antonín Charouz ist jedenfalls sehr glücklich mit der Entscheidung. Er sehe, so der Teamchef, eine große Herausforderung für den Debütanten, auf dessen Weg das Team ihn begleiten möchte.

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